"Hör mal, wer da klopft" - Einblick ins Spechtmonitoring

Das Spechtmonitoring im Naturpark Insel Usedom nimmt auch in diesem Jahr wieder Fahrt auf. Bereits zum neunten Mal in Folge wird im Zeitraum vom 21. Februar bis 20. April das sogenannte Spechtmonitoring im Naturpark Insel Usedom durchgeführt...

Buntspecht © Buntspecht im Naturpark Insel Usedom
Buntspecht im Naturpark Insel Usedom

Spechtmonitoring im Naturpark Insel Usedom

Im Frühjahr beginnt auch im Naturpark Insel Usedom wieder das Spechtmonitoring. Zwischen Ende Februar und Ende April sind die Ranger des Naturparks unterwegs, um den Bestand verschiedener Spechtarten zu erfassen und zu dokumentieren. Dazu laufen sie zwei festgelegte Strecken ab: eine Strecke zwischen Stolpe und Mellenthin nahe der Mellenthiner Heide sowie eine weitere Strecke am Naturschutzgebiet Golm auf Usedom.

Nach dem Winter hält langsam wieder der Frühling Einzug auf der Insel. Damit beginnen viele Aufgaben für die Ranger des Naturparks. Eine dieser Aufgaben ist das Spechtmonitoring. Dieses wird in zwei Durchgängen durchgeführt, um ein möglichst genaues Bild vom Bestand der Spechte zu erhalten. Der erste Durchgang findet im Zeitraum vom 21. Februar bis zum 20. März statt. In dieser Zeit laufen die Ranger die beiden festgelegten Strecken auf einer Länge von mindestens drei Kilometern ab. Entlang der Routen befinden sich zehn festgelegte Punkte, an denen die Rufe verschiedener Spechtarten mithilfe einer Klangatrappe abgespielt werden. Durch diese Methode (akustisches Verhören) lassen sich Spechte oft leichter anlocken, wodurch ihre Anwesenheit besser festgestellt werden kann. Auf Usedom liegt der Schwerpunkt des Monitorings besonders auf gefährdeten Arten. Dazu gehören der Kleinspecht, der Mittelspecht und der Schwarzspecht. Weitere Spechtarten, wie der Grünspecht sowie der Buntspecht als häufiger Bewohner des Waldes, werden bei Sichtung ebenfalls dokumentiert. Der zweite Durchgang des Spechtmonitorings beginnt am 21. März und dauert bis zum 20. April. Die Vorgehensweise bleibt dabei unverändert. Die Ranger können innerhalb des vorgegebenen Zeitraums entscheiden, an welchen Tagen sie die Strecken begehen. Die Wetterbedingungen werden dennoch berücksichtigt, sodass eine Durchführung des Monitorings bei stärkerem Regen, Frost oder bei starkem Wind zu vermeiden ist.

Durch das regelmäßige Spechtmonitoring lassen sich Veränderungen im Bestand der Arten frühzeitig erkennen. Die gesammelten Daten helfen dabei, den Zustand der Wälder besser einzuschätzen und wichtige Lebensräume für Spechte langfristig zu erhalten. Auf beiden Routen des Naturparkes konnten bisher alle oben genannten Zielarten nachgewiesen werden. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse in diesem Jahr.

Die Mitarbeiter des Naturparks Insel Usedom wünschen allen einen guten Start in den Frühling!