Krötenzäune - Ende der Laichwanderung

Wir befinden uns auf den letzten Metern des diesjährigen Amphibienlaichzuges. Die Zaunbetreuung wird nach und nach abgeschlossen, die Zäune zurückgebaut und erste Bilanzen können gezogen werden. Vom 14. Februar bis 26. April konnten 2044 Amphibien an den Zäunen dokumentiert werden.

© Fotoarchiv Naturpark Insel Usedom

Krötenzäune – Ende der Laichwanderung

Wir befinden uns auf den letzten Metern des diesjährigen Amphibienlaichzuges. Die Zaunbetreuung wird nach und nach abgeschlossen, die Zäune zurückgebaut und erste Bilanzen können gezogen werden. Vom 14. Februar bis 26. April konnten 2044 Amphibien an den Zäunen dokumentiert werden. Darunter vor allem Erdkröten (1271 Individuen), Braunfrösche (380 Individuen), Grünfrösche (629 Individuen), Teichmolche (132 Individuen) sowie Kammmolche (1 Individuum). Im letzten Jahr (2021) konnten insgesamt 4867 Individuen an den Amphibienzäunen dokumentiert werden. Es fällt insbesondere auf, dass nicht nur die Gesamtanzahl der Amphibien über die letzten Jahre stark abgenommen hat, sondern selbst zuvor noch häufige Arten wie die Erdkröte massiv abgenommen haben. Dies ist eine alarmierende Bilanz!

Woran genau diese Entwicklung liegt ist schwer festzumachen. Die Ursache liegt hierbei vermutlich bei multiplen Faktoren. Unter anderem spielt die Witterung eine große Rolle. Frostige Nächte zu Beginn und anschließende anhaltende Trockenheit beeinflussten die Wanderung der Amphibien. Doch auch verschiedene Umwelteinflüsse spielen eine große Rolle. Die Intensivierung der Landwirtschaft und damit verbundene erhöhte Einsätze von Dünger und Pestiziden sowie die Bodenversieglungen, Habitatzerschneidungen und den Verlust von Habitaten haben einen negativen Einfluss auf die Amphibien.